Wo wir leben

München

Im Sommer sprudelt unser Stadtviertel vor Leben: Auf den Grünflächen zwischen den Wohnblocks wird im Zickzack an der aufgehängten Wäsche vorbei Ball gespielt, es wird gegrillt und gepicknickt und nicht selten sitzen auch wir zu einer bunten Kaffeerunde mit Nachbarinnen und Nachbarn auf einer Bank in der Sonne. Irgendeine Neuigkeit gibt es immer zu teilen, langweilig wird es bei uns im Hasenbergl selten. Besonders am Wochenende wird bis in den frühen Morgen hinein lautstark gefeiert und wenn ich, Dorothea, morgens noch schlaftrunken zur Frühschicht aufbreche, treffe ich nicht selten die letzten Nachteulen, die jetzt unterwegs in ihr Bett sind. Das sind die Momente, in denen ich mich nach dem Winter sehne. Wenn die Nächte still sind und mich weder laute Musik noch nächtliches Geschrei am Schlafen hindern.

Dieser Winter war noch einmal stiller als gewohnt. Wir sind froh, dass wir unsere Türe nicht ganz verschließen mussten, aber wir dürfen sie auch nicht so weit öffnen, wie wir es gerne täten. Das merkt besonders Monika, die als Rentnerin zu Hause ist und es gewohnt ist, ihren Alltag immer wieder zu unterbrechen, um zu empfangen, wer auch immer an unsere Tür klopft. 

Nachdem Katharina nach Rom umgezogen ist, sind wir zu zweit geblieben. Umso dankbarer sind wir, dass wir mit Elisabeth jetzt wieder eine wirkliche Gemeinschaft bilden. Unser Beginn zu dritt macht den Alltag wieder bunter und wir freuen uns auf den Frühling, denn das quirlige Leben mit all seinen Begegnungen fehlt. Unsere Berufung ist das Miteinander. Nicht nur als Gemeinschaft, sondern auch mit Nachbarn, Arbeitskolleginnen und allen die zu uns gehören.



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