Kopf: Die kleinen Schwestern Jesu
Landkarte: Deutschland, Österreich, Schweiz

Komm und sieh wo wir leben


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Gemeinschaft München

Leider haben wir bis jetzt nicht die Zeit gefunden uns vorzustellen..., war über Jahre hinweg über unsere Gemeinschaft in München zu lesen...
Und dann haben wir endlich was geschrieben, und jetzt stimmt schon wieder die Hälfte nicht mehr.
Aber ein bisschen drückt allein diese Tatsache schon viel über unsere Gemeinschaft aus.

Unserer Ursprung liegt in der Sahara. Und unser Charisma lädt uns ein, nomadisch zu bleiben, egal ob wir in der Wüste unterm Zelt leben, oder mitten in einer Großstadt.
Immer wieder loszulassen und in einer inneren Haltung der Beweglichkeit Neues zu wagen.

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In diesem Sinn hat sich bei uns im Hasenbergl viel verändert. Anderes ist geblieben wie eh und je.

Vier Kleine Schwestern, nur ganz neu und bunt zusammengewürfelt, aber nach fast einem Jahr schon wieder vertraut und gewohnt, als sei es nie anders gewesen.

Vier Schwestern, vier Temperamente, vier Arbeitsplätze, vier Rhythmen…

Ja, wir wurden in der Sahara gegründet, aber dann hat sich unsere Gemeinschaft über die ganze Welt ausgebreitet. Die Sprache, die uns weltweit verbindet, ist Französisch und deshalb bin ich derzeit am Vormittag damit beschäftigt zu lernen, um irgendwann mit Kleinen Schwestern rund um den Globus reden zu können. Eine feine Sache – wenn man es denn einmal kann…

Während ich mich mit Vokabeln abplage, hat Monika ihre Arbeit schon fast wieder beendet.
Büros möchten sauber sein, bevor darin gearbeitet wird, und das bedeutet Arbeitsbeginn lange vor Sonnenaufgang.

Mateja, unsere Postulantin aus Slowenien, arbeitet in einer kleinen Papierverarbeitungsfabrik und macht die Erfahrung, dass man mit einem 400,- Euro Job weder versichert ist, noch Anspruch auf bezahlen Urlaub hat, dafür aber mehr als flexibel sein muss und mehr oder weniger für eine Vollzeitstelle arbeiten sollte.

Waltraud arbeitet stundenweise als Haushaltshilfe, und ist ansonsten die verlässlichste Tür- und Telefonhüterin zu Hause - ein Geschenk für uns und unsere Nachbarn und Freunde.

Denn, darin hat sich nichts verändert: In unserem Wohnzimmer wird weiterhin gelacht, gespielt, geraucht, gestritten, geweint, geschwiegen und sich versöhnt. Ich genieße es, ein bisschen mehr daran teilhaben zu dürfen, was neben meiner Arbeit in der Wäscherei bisher so nicht möglich war.
Und mehr und mehr entdecke ich: Reich Gottes im Jetzt, Hier und Heute beginnt in den kleinen Gesten des hier darfst du sein, so wie du bist.
Es ist das bewusste Verkosten des gegenwärtigen Augenblicks. Weil was Morgen sein wird – das liegt in anderen Händen.


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