Kopf: Die kleinen Schwestern Jesu
Landkarte: Deutschland, Österreich, Schweiz

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Gemeinschaft München

Leider haben wir bis jetzt nicht die Zeit gefunden uns vorzustellen..., war über Jahre hinweg über unsere Gemeinschaft in München zu lesen... . Seit ich hier lebe, entdcke ich, dass damit eigentlich bereits viel über unsere Gemeinschaft gesagt ist.
Unser Tag beginnt sehr früh. Schon vor fünf Uhr verlässt Kl. Schw. Monika das Haus, um in der Innenstadt Büroräume zu putzen.
Mein eigener Wecker läutet etwas später. Die Stille des Morgens ist mir kostbar. Ich lese das Tagesevangelium, trinke eine Tasse Kaffee und gehe in die Kapelle, um eine Stunde vor dem Allerheiligsten zu beten.
Um 6:50 treffen wir uns zum gemeinsamen Morgengebet, und dann ist es für mich schon fast Zeit, mich auf den Weg zur Arbeit zu machen.
Meinen Weg zur Arbeit unterbreche ich, um in unserer Nachbargemeinde die Hl. Messe mitzufeiern. Manchmal muss ich vor dem Segen gehen, aber irgendwie bin ich sicher, dass er mich auch auf dem Fahrrad zwischen Kirche und Großwäscherei erreicht.
Während ich Wäsche sortiere, falte und verpacke, denke ich nicht selten an die vielen großen und kleinen Dinge, die derweil Zuhause passieren. Es ist ein großes Geschenk, dass Kl. Schw. Grazia im Vorruhestand eine Präsenz der besonderen Art mit unseren vielen NAchbarn und Freunden leben darf.
Kl. Schw. Elisabeth arbeitet in einem Supermarkt. Durch die Herausforderung der Schichtarbeit sind die Zeiten zu viert kostbar. Gleichzeitig bereichert ihr Zuhause sein in aller Unregelmäßigkeit mal den Vormittag, mal den NAchmittag.
Komme ich am späten NAchmittag nach Hause, rieche ich die Ereignisse des Tages quasi schon vor der Haustüre.
In unserem Wohnzimmer wird gelacht, gespielt, geraucht, gestritten, geweint, geschwiegen und sich versöhnt. Für mich eine kleine Ahnung vom Reich Gottes im Jetzt und Heute. Kleine Gesten des hier darfst du so sein wie du bist. Mit allen Ecken und kanten, Stärken und Schwächen. Und genauso finde ich mich am Abend vor Gott wieder. Meistens müde und erschöpft und doch in der tiefen Ahnung:
Das einzige, was wir verschenken können ist unsere Zeit.
Dorothea










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